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Sudetendeutsches Wappen  Wappen Bezirk Schwaben 

 

Museum in Gundelfingen/Donau


 Museum in Gundelfingen, Hauptstraße 25
geöffnet jeden ersten Sonntag im Monat und jederzeit nach Vereinbarung.
Inge Hefele              Tel. 09073  7747
Paul Zeisberger      Tel. 09073 7982
Felix Vogt-Gruber   Tel. 09073 7284

Werden Sie Mitglied in der
Fördergemeinschaft Sudetendeutsches Museum Gundelfingen
und unterstützen Sie unsere Arbeit für Frieden und Verständigung.
Jahresbeitrag 20 Euro (Mindestbeitrag)

Wir freuen uns über jedes Stück aus der Heimat, das Sie uns als Leihgabe oder  Schenkung überlassen.
In unserem Museum wird es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, während es anderswo womöglich in einem Archiv verschwindet. 

 

Bericht über die Eröffnung Augsburger Zeitung

SL-Heimatstube auch als Stätte der Versöhnung

Gundelfingen Als Fünfjähriger kam Paul Zeisberger 1946 mit Bruder und Eltern ins Flüchtlingslager bei der Firma Gartner in Gundelfingen. Er war unter den ersten 200 Vertriebenen, die in der Gärtnerstadt registriert wurden. Am vergangenen Samstag fand Zeisberger seinen Namen auf einer Liste der Stadtverwaltung vom 2. Juli 1946. Sie gehört zu den Exponaten, die in der Heimatstube der Sudetendeutschen Landsmannschaft der Ortsgruppe Gundelfingen im neuen Domizil zu sehen sind.

 

Foto: ALFA

Nachdem die Heimatstube aus dem Altenheim ausziehen musste, fand sie neue Unterkunft in den Räumen der ehemaligen Hypobank direkt am Marktplatz. Hier sind die Erinnerungsstücke der Vertriebenen aus dem Sudetenland und auch speziell aus Gurtendorf an die alte Heimat ausgestellt. Vorsitzender Felix Vogt-Gruber bezeichnete die Heimatstube, die auch in den Verband nichtstaatlicher Museen in Bayern aufgenommen wurde, als einen "Ort der Erinnerung und der heimatlichen Geborgenheit", aber auch der Mahnung "Nie wieder Krieg" und "der Versöhnung zwischen Vertriebenen und Vertreibern". Vogt dankte allen Helfern der Ortsgruppe, besonders Max und Inge Hefele, Hilde Brink sowie der Stadt. Er konstatierte an Bürgermeister Franz Kukla gewandt: "Sie haben die Integration der Sudetendeutschen in Gundelfingen damit abgeschlossen."

Landrat Leo Schrell: Nicht Volkstümelei, sondern Selbstbewusstsein
Sich der Wurzeln und der Geschichte in der alten Heimat zu erinnern habe nichts mit Volkstümelei zu tun, sondern mit Selbstbewusstsein. Die Generation, die die "fürchterliche Vertreibung" miterleben musste, hat für Landrat Leo Schrell deshalb auch die Verpflichtung, den Jüngeren aufzuzeigen, welche katastrophalen und unmenschlichen Konsequenzen Kriege haben. Diese ständige Mahnung sei dringend notwendig, wenn man bedenke, dass seit Ende des 2. Weltkrieges kein einziger Tag ohne Krieg irgendwo auf der Welt vergangen sei.

Bürgermeister Kukla freute sich für die SL über die "großzügige Unterkunft" in dem jahrelang leer stehenden Gebäude.
Man könne mit Recht von einem Heimatmuseum sprechen. Es zeige Exponate, die ganz unmittelbar mit den Menschen und ihrer alten Heimat zu tun haben. Seine Anregung, zum künftigen Unterhalt einen Förderverein zu gründen, beantwortete Felix Vogt-Gruber mit dem Hinweis, dass es bereits die Fördergemeinschaft "Sudetendeutsche Heimatstube" gebe, der jedermann gerne beitreten könne.
Wertvolle Bereicherung für das Gemeinwesen
Landtagsabgeordneter Professor Dr. Georg Barfuß gratulierte auch namens seines Kollegen Georg Winter und erinnerte daran, wie nach anfänglichen Vorurteilen über die "Flüchtlinge" eine wertvolle Bereicherung für das Gemeinwesen geworden sei ("Wir sind stolz auf unsere Sudetendeutschen"). Auch heute geschehe Migration meist nicht freiwillig. Der Sprecher der Gurtendorfer, Willibald Böhnisch, betonte, die Nachkommen sollten durch die Heimatstube erfahren, was sich im 20. Jahrhundert alles zugetragen habe.
Pfarrer Frank Schneider sprach vor der kirchlichen Segnung der Räume von einer Stätte der Versöhnung zwischen den verschiedenen Kulturen.

In dem Museum sind zahlreiche Exponate ausgestellt: von Karten und Dokumenten von Zeitzeugen über Geschirr und religiösen Gegenständen bis hin zu Musikinstrumente (Trompete aus Krumau mit der der Besitzer an der Spitze des Vertreibungszuges das Lied "Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus" spielte und eine Ziehharmonika "Sudeten-Klänge) und alten Trachten samt "Batzerlstrümpfen", Möbel aus der Zeit vor der Vertreibung und direkt nach dem Krieg, ein original "Vertreibungskoffer", Versetzgarnituren, Notgeld, Bezugsscheine und vieles mehr.

SL-Heimatstube auch als Stätte der Versöhnung  

 

 

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